Verleihung des Förderpreises 2007


Prof. Dr. Bleyl (1. Vorst.), Frau Dr. Rütz
Prof. Dr. Kuhlen (Direktor des IMGB u. Beisitzer im Vorst.)


Am 03. Juli 2008 verlieh der Vorsitzende Prof. Dr. Uwe Bleyl im Rahmen der Examensfeierlichkeiten der Fakultät für Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre der Universität Mannheim den Förderpreis 2007 an Frau Dr. Eva Maria K. Rütz. Der Förderpreis wird jährlich an herausragende Dissertations- bzw. Habilitationsschriften
verliehen, die sich mit aktuellen Fragen des Medizin- und Gesundheitsrechts beschäftigen. Die Dissertation von Frau Dr. Rütz mit dem hoch aktuellen und gleichermaßen umstrittenen Thema „Heterologe Insemination – Die rechtliche Stellung des Samenspenders – Lösungsansätze zur rechtlichen Handhabung“ erhielt von den Gutachtern die Bestnote „summa cum laude“.

Auch die Fachjury bewertete die Arbeit einstimmig als ein beeindruckendes Werk von überdurchschnittlicher Qualität. Frau Dr. Rütz biete einen hervorragenden Überblick über die rechtlichen Probleme der heterologen Samenspende und werde den Anforderungen ihrer interdisziplinären, rechtspolitische hoch aktuellen und brisanten sowie zivilrechtsdogmatisch komplexen Thematik in allen Kernpunkten mit tiefgründiger Argumentation in höchstem Maße gerecht.

Im Jahr 2007 standen der Jury gleich zwei Dissertationen zur Auswahl. Neben der Arbeit von Frau Dr. Eva Maria Rütz, wurde die Dissertation von Herrn Dr. Michael Mayer mit dem Thema „Strafrechtliche Produktverantwortung bei Arzneimittelschäden – Ein Beitrag zur Abgrenzung der Verantwortungsbereiche im
Arzneiwesen aus strafrechtlicher Sicht“ vorgeschlagen. Da auch diese Arbeit die Bestnote „summa cum laude“ erhielt und von gleichermaßen herausragender Qualität ist, beschloss die Fachjury einstimmig den Förderpreis zu teilen.
So schrieb ein Jurymitglied über die Arbeit von Herrn Dr. Mayer: „Die Dissertation von Herrn Mayer stellt ein herausragendes Werk dar, das nicht nur vom Umfang, sondern auch vom Tiefgang und hohen Differenzierungspotenzial her in vielen gewichtigen Teilen einer Habilitationsschrift nicht nachsteht. Der Arbeit gelingt es ein abgerundetes, kaum Fragen offen lassendes „Gesamtportrait“ des strafrechtlichen Haftungsrisikos, das die Beteiligten vom Pharmazeutischen Unternehmer bis hin zum Patienten mit den Zwischengliedern der Ärzte, Apotheker und staatlichen Institutionen mit hohem Erkenntnisgewinn für die beteiligten Kreise darzustellen“. Nach diesem außergewöhnlichen Lob war man sich im Vorstand einig, dass beide Arbeiten jeweils mit 1000,00 € bedacht werden sollten.

Herr Dr. Mayer wird seine Auszeichnung im Rahmen der Doktorandenfeier der juristischen Fakultät Heidelberg im kommenden November erhalten.

Beide Arbeiten sind bereits in der Schriftenreihe des IMGB im Springer Verlag veröffentlicht.